Chondroitin

Chondroitin (Chondroitinsulfat) bildet einen wichtigen Bestandteil der Glykosaminoglykane (einer bestimmten Art von Polysacchariden) in kollagenreichen Geweben wie Knorpel, Knochen, Bindegewebe, Sehnen, Haut und Blutgefäßen. Eine Supplementierung mit Chondroitinsulfat trägt zu gesunden, geschmeidigen Gelenken bei und wird häufig zur Bekämpfung von Beschwerden durch Gelenkverschleiß (Arthrose, Osteoarthritis) eingesetzt, so in Knie, Hüfte, Rücken, Nacken, Fingern und Kiefergelenk. Chondroitinsulfat hat positive Auswirkungen auf die Gelenke (Hemmung des Knorpelabbaus, Anregung der Knorpelproduktion, verbesserte Druckfestigkeit und Gelenkschmierung) und wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Chondroitin wird als ‘Symptomatic Slow Acting Drug in Osteo-Arthritis’ (SYSADOA) eingestuft. Es dauert einige Zeit (in der Regel 1 bis 2 Monate), bis die Wirkung der Nahrungsergänzung spürbar wird. Chondroitin wird häufig mit dem verwandten Glucosamin und anderen Substanzen kombiniert, die die Gelenkfunktion unterstützen (darunter auch MSM und Mangan).

Es gibt Hinweise aus der wissenschaftlichen (präklinischen) Forschung, dass Chondroitin(sulfat) Erkrankungen wie Schuppenflechte, entzündliche Darmerkrankungen, Atherosklerose, rheumatoide Arthritis, Autoimmunkrankheiten und neurodegenerative Erkrankungen durch entzündungshemmende, antioxidative und neuroprotektive Wirkungen positiv beeinflussen kann.

Quellen

Chondroitin wird vom Körper selbst gebildet. Für die Verwendung als Nahrungsergänzungs¬mittel wird Chondroitinsulfat aus tierischem Knorpel von Rindern oder Haien gewonnen.

Qualitätsaspekte

Wichtig für die Qualität von Chondroitinsulfat ist die Produktreinheit (sie sollte mindestens 90 % betragen). Dies sollte mit einer enzymatischen HPLC-Analysenmethode (High Performance Liquid Chromatography) überprüft werden, der einzigen Methode, die nur reine Chondroitinsulfatmoleküle und keine anderen chondroitinähnlichen Substanzen wie bei anderen Analysemethoden berücksichtigt. Das Molekulargewicht von reinem Chondroitinsulfat beträgt weniger als 15.000 Dalton. Dieses niedrige Molekulargewicht ist wichtig, da große Chondroitinmoleküle kaum resorbiert werden. Kleine Chondroitinmoleküle werden vom Körper nämlich unverändert aufgenommen. Im Falle von Chondroitinsulfat, das aus Rinderknorpel gewonnen wird, sollte garantiert sein, dass die Rinder frei von BSE sind.

Indikationen

• Arthrose (Osteoarthritis)
• Schmerzen im unteren Rückenbereich
• Schwache/geschädigte Sehnen oder Gelenkbänder
• Psoriasis
• Prävention postoperativer Verwachsungen

Kontraindikationen

• Allergie oder Überempfindlichkeit gegenüber Chondroitinsulfat
• Schwangerschaft, Stillzeit (fehlende Sicherheitsdaten)

Anwendungsempfehlungen

Allgemeine Dosisempfehlung: 800-1200 mg pro Tag

Sicherheit

Chondroitinsulfat ist in der empfohlenen Dosierung sicher.

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